Präsentationen mit der Textkonsole

Presenterm ist ein Präsentationstool für Terminals, das seine Eingabe in Markdown erwartet (mit zahlreichen Erweiterungen) und die Ausgabe auf geeigneten (Text-) Konsolprogrammen darstellt – mit Grafiken, Farben, mehreren Spalten, Pausen, aktiven Codebeispielen usw. usf.

Es ist neuerdings auch als Debian-Paket gleichen Namens verfügbar, das derzeit dieselbe Version hat wie ein mit

cargo install --locked presenterm

selbst installiertes Programm.

Eine ausführliche Doku gibt es unter https://mfontanini.github.io/presenterm/introduction.html.

Formeln können über Typst- oder LaTeX-Code integriert werden (wobei LaTeX intern über pandoc nach Typst umgesetzt wird!). Auch Mermaid-Diagramme werden unterstützt. Mit einem parallelen Terminalfenster ist die synchrone Anzeige von Speakernotes möglich. Ein Export der Folien nach HTML oder PDF ist vorgesehen; für letzteres wird intern WeasyPrint eingesetzt. Allerdings hat das PDF standardmäßig den dunklen Hintergrund; will man es ausdrucken, sollte ein anderes Theme gewählt werden.

Hinweis:

Mit einem anderen Theme, z.B.

presenterm --theme light --export-pdf --output /tmp/demo.pdf examples/demo.md

kann dunkle Schrift auf hellem Hintergrund gewählt werden, der aber noch (hell-) grau ist. Das Theme terminal-light hat wohl einen weißen Hintergrund, aber es wird beim PDF-Export mit der Meldung unsupported background color in theme abgelehnt!

Die Präsentation funktioniert mit der KDE-Konsole, aber nach Beendigung des Präsentationsmodus muss evtl. über „Einstellungen → Profil wechseln“ wieder das normale Profil (Profil1) aktiviert werden, sonst bleibt nicht nur ein anderes Farbschema bestehen, sondern die Benutzereingaben sind unsichtbar.

Da die Beschriftung eines Konsole-Tabs gelöscht wird, empfiehlt es sich, für die Präsentation (mit Ctrl-Shift-N) ein neues Fenster zu öffnen.

Anscheinend ist es nicht möglich, zwei Display-Instanzen synchronisiert laufen zu lassen, sondern nur eine als Display und eine für Speakernotes. Wenn (z.B. wegen abweichender Auflösungen) nicht der Bildschirm geclonet wird, muss man sich zur Präsentation auf der Leinwand halt immer umdrehen.